Filmbesprechungen

Wir führen hier Texte auf, die begründen, warum wir bestimmte Filme in unserem Filmtheater nicht zeigen. Aber auch Texte, die im Erziehungsalltag hilfreich sein können. Zudem Texte, die unsere Eigenproduktionen darstellen. Diese können bei uns ausgeliehen werden.

Warum Herrndorfs Roman „Tschick“
nicht Mark Twain das Wasser reichen kann

Der in Medien hochgelobte Roman wird als Schullektüre benutzt und mit „Tom Sawyer“ auf eine Stufe gestellt. Wir halten dies und die Auszeichnungen von Buch und Film gerade in der aktuellen  Situation Jugendlicher für ein falsches Signal. Sehen Sie auch den Trailer dazu auf youtube. Der Roman paßt in eine Zeit, in der Jugend auf eine entfesselte, globalisierte und digital überwachte Zukunft vorbereitet werden soll, in der sie ihren Lebensunterhalt frei von Heimat und persönlichen  Bindungen unter allen Bedingungen, verstreut über viele Länder, bereit ist zu fristen. Für „Freiheit“ und „Abenteuer“ im Niemandsland?

Ursachen der Jugendverwahrlosung
Von Friedrich Liebling
veröffentlicht in: Neue Zürcher Zeitung NZZ, 21. Oktober 1962
Die Jugend auf den konstruktiven Weg mitnehmen
Entwicklungswunder Mensch
 

MaChrWSZimSi 1 Paul Himmel startet durch

Eine Eigenproduktion  2016
Mit Thomas, Evelyn, Carmen, Louis und Marc Berier, Richard Emrich, Johann Schulz, Carla Müller, Eva Beadling, Christian Kaspar, Emmi Weiss, Willy Bauer, Maria Mühlbauer; der Firma Biolett, Karli Biendarra, Sabine Kursch. Kamera, Buch, Regie und Schnitt: Werner Schramm, Ton: Ulrike Schramm

Zwei unterschiedliche Freunde: Paul lebt gewohnt im Hotel Mama, sein Freund Christian muß zuhause verantwortlich mit anpacken. Durch seine Unzuverlässigkeit droht Paul die Lehrstelle zu verlieren. Christian lernt in seiner Optikerlehre fachlich viel und versucht Paul bei einer Neuaufnahme von dessen Friseurlehrstelle zu helfen. Paul konnte lange Zeit seinen verwöhnten Lebensstil ausleben. Nun holt sich seine Mutter bei einem Laufbahnberater Rat, um Paul gemeinsam mit dem oftmals auswärtig arbeitenden Vater zu einem anforderungsbezogenen Mitmenschen in Lehrstelle, Berufschule und Familie mit einem strukturierten Tagesablauf anzuleiten. Anhand des alten Theaterstücks von Max Brehm aus dem Jahr 1948, einer Begegnung mit Emmi Weiss (Aurach Spatz’n) und der Hilfe von Großvater Johann beginnt Paul mit Unterstützung seines Freundes, im Leben eine konstruktivere Rolle zu spielen.