Kirchenaustritt

Warum auch wir der Evangelischen Kirche den Rücken kehren


Wir sind gläubige Christen und glaubten mit unserer grundwerteorientierten, ehrenamtlichen Tätigkeit im Aischtaler Filmtheater bereichernd zu wirken. Die Pfarrgemeinde hat nun mittels kostenloser Filmvorführungen die „Unterbietungskonkurrenz“ und „Wettbewerbsverzerrung“ der Stadt Höchstadt gegenüber uns und anderen Programmkinos der Region u.E. fortgesetzt. Statt für nachgewiesen bedürftigte Senioren Kinokarten zu erwerben, greift man zu einem Taschenspielertrick und versucht, Kinofilme vorzuführen, ohne die nötigen Lizenzen bezahlen zu müssen. Vorgeführt werden kann, weil bezahlt durch Steuermittel, unter der Prämisse, daß die Filme nicht konkret beworben werden, was jedoch de facto geschieht. Die Schädigung der jeweils örtlichen Kinos sollte offensichtlich sein und wird scheinbar bewusst in Kauf genommen, um eigene Interessen durchzusetzen. Mit einem Arzt verglichen wäre das so, als würde der Pfarrer nach der Predigt den Gläubigen noch den Blutdruck messen. Irgendwie schon befremdlich. ...
Mit einer derart unsolidarischen Kirche möchten wir nichts mehr zu tun haben und für unseren und anderer Schaden auch keine Gelder mehr bezahlen. Auch die für uns zu beobachtende Politisierung der Verkündigung hin zu einem Anhängsel des Mainstreams erachten wir für spalterisch. Hinzu kommt, daß nicht nur wir eine Propaganda für „Tod auf Verlangen“ bzw. „assistierten Suizid“ (mit Pfarrer Fliege bereits 1995 im BR eingespeist und mit dem Film in der Fortuna „Am Ende ein Fest“ fortgesetzt) als unchristlich erachten. Insgesamt möchten wir einen weiteren Werteverfall nicht mehr unterstützen. 

Ulrike und Werner Schramm, Höchstadt