Lärmopfer

Wann endlich setzt sich die Politik für das Recht der Bürger auf Ruhe ein?

 

 

Leserbrief zu „Plan für Alkenrath wird geschmiedet“, KStA 17.09.2013

Der vor allem uns Anwohner der Alkenrather Straße umgebende Lärm stellt eine starke körperliche und seelische Belastung sowie Gesundheits-Beeinträchtigung dar. Aber auch die Rußpartikel und Stickoxide sowohl des Personen- als auch vor allem des Schwerlastverkehrs machen bei bestimmten Wetterlagen verstärkt das Atmen und damit das Leben schwer. Abhilfe zu schaffen wäre längst auch ohne Verkehrszählung angesagt gewesen. Wir Bürger tragen schwer an der bisherigen Ignoranz der Politik für die Nöte von uns Jungen und Alten. Stattdessen schöne bunte Rathaus-Ausschüsse. Zusätzliche heiße Luft brauchen wir jedoch nicht! Jeder gutwillige Entscheidungsträger kann sich täglich die lärmenden Verkehrskolonnen ansehen und anhören, hätte daraus umgehend Konsequenzen ziehen können. Werden wir nicht gewissermaßen zusätzlich krank gemacht – neben Berufs- auch noch Lärmstreß? Vorne die „tobende“ Straße, hinten die lärmende Güterzug-Bahn. Hätte die Politik längst ändern können, denn es gibt sowohl stark lärmreduzierenden Straßenbelag der neuen Generation als auch neuartige Zugbremsen, Schallschürzen sowie Schienenschleifen zur Lärmreduzierung. Kostet allerdings Geld und mindert für die Aktionäre die Rendite? Das übliche Elend der Privatisierung eben.

Das Dorf Hagnau am Bodensee hat längst ernst gemacht. Eine Bundesstraße, die die A81 mit der A7 verbindet, durchschneidet das Dorf. Der Gemeinderat beschloß u.a. Tempo 30 und zusätzlich wurden in jede Fahrtrichtung zwei Blitzer installiert. Ergebnis: Eine sehr deutliche Lärmminderung. Gehen würde das hier in Alkenrath genauso - wie in anderen Städten bereits der Schwerlastverkehr teilweise aus der Stadt verbannt wurde. Wie gerne würden wir mit geöffneten Fenstern durchatmen  und ohne Bahnlärmstörung nachts durchschlafen können.