Nanopartikel

Einsatz von Uran-Munition ist ein Kriegsverbrechen!
Der Film „Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra“ des Grimme-Preisträgers Frieder Wagner zeigte den Zuschauern im Aischtaler Filmtheater entsetzliche Bilder von Neugeborenen aus den Kriegsgebieten, insbesondere dem Irak, Serbien und dem Kosovo.

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Einsatz von Uran-Munition ist ein Kriegsverbrechen!
Der Film „Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra“ des Grimme-Preisträgers Frieder Wagner zeigte den Zuschauern im Aischtaler Filmtheater entsetzliche Bilder von Neugeborenen aus den Kriegsgebieten, insbesondere dem Irak, Serbien und dem Kosovo. Werner Schramm machte darauf aufmerksam, daß diese Bilder zeigen, was die Menschen  erwartet, wenn der Einsatz von Uranwaffen (Depleted Uranium – DU) nicht sofort eingestellt wird. Es ist eine Bedrohung, die viel direkter ist als die Klimaerwärmung und viel gefährlicher als das Ozonloch.
Die Zuschauer erlebten auch die Trauer der Mütter über ihre todgeweihten Kinder und die Ohnmacht der Ärzte in Serbien und dem Irak angesichts des großen Ausmaßes an Leid. Deutlich wurde auch, daß die Mehrzahl der Uranopfer im Militär immer noch nicht medizinisch versorgt sind. Aber auch die Opfer der Kriegsgegner wurden medizinisch nicht versorgt. Jegliche Hilfe wurde den zivilen Opfern verweigert, die an verschiedenen Kriegsschauplätzen in der Welt dem DU ausgesetzt sind und geschädigt wurden. Der Arzt Prof. Durakovic, einst in Diensten des Pentagon, hat neben Prof. Günther unter starkem persönlichen Risiko an der Aufdeckung der Gefahren durch den Einsatz von Uranwaffen mitgewirkt. Beide mußten deswegen um ihr Leben fürchten. Filmemacher Wagner bekommt seit seiner Reportage für den WDR offensichtlich keine TV-Aufträge mehr – der Einsatz „schmutziger Waffen und Bomben“ in unseren Kriegen scheint eben ein Tabu zu sein. „Was man nie in den Nachrichten sieht und hört, sind die Toten, die ich ‚die Toten des stillen Sterbens’ nenne“, so der Filmemacher. Die Bilder des Schreckens verfolgen ihn heute noch in seinen Träumen: „gerade geborene Babys, ohne Augen, ohne Nase, ohne Kopf, ohne Arme und Beine. Babys, deren Organe in einem Sack ausserhalb des Körpers angewachsen waren. Alle diese Babys starben nach wenigen Stunden oder Tagen“. Prof. Durakovic, der Gründer des unabhängigen „Uranium Medical Research Center“ in Kanada, der viele Golf-Kriegsveteranen untersucht und behan-delt hat, nimmt so Stellung: „Sie fragen mich, was jetzt mit der Zivilbevölkerung im Irak passiert? Glauben Sie, irgend jemand kümmert sich um die Bevölkerung im Irak, wenn schon niemanden das Schicksal der eigenen Soldaten interessiert! Man müsste im Irak zur Dekontamination Milliarden von Dollars investieren!“
Am Beispiel der Familie des ehemaligen britischen Soldaten Kenny Duncan wurde die genetisch verheerende Wirkung des Einsatzes von Uranmunition gezeigt. Die Kinder von Kenny Duncan sind genetisch krank. Diese Kinder – wie auch die anderer Veteranen - haben geschädigte Chromosomen, und sie werden natürlich hohe Raten genetisch geschädigter Kinder hervorbringen und deren Kindeskinder wieder. So ein Schicksal haben viele Soldatenfamilien erleiden müssen. Grundsätzlich gilt: In jedem Gebiet, in dem DU-Waffen eingesetzt werden, sind die Nahrung und das Wasser auf unabsehbare Zeit verseucht, auch wenn die Politik bei uns sich mit dieser Wahrheit offensichtlich schwer tut. Die Halbwertzeit des Urans in den Stäuben beträgt 4,5 Milliarden Jahre!
Der Strahlenbiologe Prof. Lengfelder machte in der Diskussion deutlich, warum das Militär so gerne Uranwaffen einsetzt. Abgereichertes Uran bleibt übrig, wenn man Kernbrennstoffe herstellt. Dann muß man aus dem natürlichen Uran, das in dieser Form dafür nicht verwendet werden kann, angereichertes Uran herstellen. Das abgereicherte Uran ist dabei ein Abfallprodukt, und es gibt sehr intensive Überlegungen, wie man die inzwischen sehr großen Bestände an abgereichertem Uran, die auf der Welt vorhanden sind – in der Größenordnung von über 1 Million Tonnen, und sie werden täglich mehr –, wie man dieses Uran sozusagen verwerten kann. Uran hat eine extrem hohe Dichte, es ist fast doppelt so schwer wie Blei. Wenn ein solches Urangeschoß mit höchster Wucht auf eine Panzerung trifft, dann dringt es durch diese Panzerung hindurch, „wie ein Messer durch Butter“. Bei diesem Prozeß verdampft ein Teil dieses Materials durch extreme Hitze beim Eindringen in ei-nen Panzer, und im Innern des Fahrzeugs entzündet sich dieses Material und führt dazu, daß Personen im Fahrzeug getötet werden bzw. verbrennen und Munition und Treibstoff explodieren. Dieser doppelte Effekt, diese hohe Durchdringungsfähigkeit, also in einen Panzer einzudringen, und diese Fähigkeit, teilweise zu verbrennen, macht diese Munition bei den Militärs so beliebt.
Bei dem Verdampfungsprozeß entstehen aus Uran so kleine (Nano)Partikel, daß es überall im Körper hingelangt, nicht nur zu den Lymphozyten, auch zum Gehirn, zur Leber, auch zum Sperma und zu den Eizellen – auch durch die gesunde Haut. Die Nanopartikel aus Uranoxid, die in dem Metallrauch entstehen, können eingeatmet die Luft-Blut-Schranke in der Lunge überwinden, in Körperzellen eindringen und eine maximale Strahlendosis an das Gewebe abgeben. Nanopartikel aus Metallen kommen in der Natur nicht vor und unser Immunsystem hatte von daher über die Jahrmillionen keine Gelegenheit zu lernen, damit umzugehen. In der Folge steigt das Risiko an einem Tumor zu erkranken mit jedem nicht reparierten Zellschaden. „Der Körper vergißt Strahlung nie“, so Prof. Lengfelder, das haben die Opfer von Hiroshima, Nagasaki und Tschernobyl gezeigt. In Deutschland scheint derzeit als Spätfolge der Tschernobyl-Katastrophe die Zahl der Menschen mit Schilddrü-senkrebs zuzunehmen; kurz nach der Katastrophe nahm beispielsweise in Berlin die Zahl mongoloid geborener Kinder zu.
Die Folgen der Tschernobyl-Katastrophe werden anscheinend oft nur gegen erheblichen politischen Widerstand erfaßt. Ebenso wurden bislang keinerlei systematische Studien in den DU-verseuchten Gebieten durchgeführt. Obwohl seitens des Militärs die Gefahren von Uranwaffen längst bekannt sind und die Dienstvorschriften der US-Armee ausdrücklich auf die Gefahren hinweisen, wurden und werden Zusammenhänge mit dem Balkan- bzw. Golfkriegssyndrom hartnäckig geleugnet – es könnten ja Schadenersatzforderungen kommen. Die Urin-, Speichel- und Bodenproben, auf die sich eine Vielzahl von Erkenntnissen stützen, haben wir Ärzten wie Dr. Durakovic zu verdanken. Der erwähnte Fall eines britischen Soldaten ist darüber hinaus der einzige Fall, der bisher gerichtlich anerkannt eine Verbindung von gesundheitlicher Schädigung und Uranverseuchung zieht, damit das Opfer endlich Schadensersatz einfordern kann. Was jedoch wird unternommen, um nicht nur unsere Soldaten vor dem Risiko zu schützen, Opfer dieser unsichtbaren und schleichenden Gefahr zu wer-den? Eine Teilnehmerin des Abends brachte ihr Entsetzen auch über die Ignoranz der Politik bei uns so zum Ausdruck: „Da freut man sich als Mutter auf sein Kind und muß in den betroffenen Kriegsgebieten jedoch befürchten, daß die Familie an den Folgen der Uranstaubverseuchung zu-grundegeht – eine furchtbare Vorstellung“.
Prof. Lengfelder machte zudem deutlich, daß im Falle einer nuklearen Katastrophe die deutsche Bevölkerung denkbar schlecht geschützt ist. So ist im Unterschied beispielsweise zum Nachbarn Österreich nur für den Teil der Bevölkerung unter 45 Jahre eine Jodprophylaxe vorgesehen – wer privat vorsorgen möchte, muß ins Nachbarland fahren, denn seit Kurzem sind bei uns keine 0,1 Gramm-Jodtabletten mehr im Handel.