Pressetexte/Projektberichte

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und Produktionen

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Nordbayerischer Nachrichten Höchstadt
Wenn Heuschrecken auf Karpfen losgehen
Heimatfilm bringt Höchstadt auf die Leinwand - Viele Bürger vor der Kamera - Im Filmtheater zu sehen 

Der «Schrei des Karpfens»: Wie der Titel schon erahnen lässt, soll der erste Höchstadter Heimatfilm «alarmieren». ...
HÖCHSTADT - Die Lage ist ernst. Dekan Kilian Kemmer warnt von der Kanzel aus vor dubiosen Geschäftemachern, die Höchstadts Weiher in eine rentable «Eventlandschaft» verwandeln wollen. Wellness und Fischburger soll es geben. Der «Schrei des Karpfens» ertönt. Und wer aus etwas Entfernung hinschaut, der sieht in der Kirche die Kamera und das Mikrofon stehen. ...
«Ein Denkmal setzen»
Das Ziel des Regisseurs: «Ich will alarmieren.» Es könnte wirklich so weit kommen, «dass wir den Karpfen gegen die Heuschrecken verteidigen müssen». ... «Ich wollte außerdem Fischmeister Konrad Böckl ein Denkmal setzen, der in Höchstadt einst eine Schule für Fischzucht gegründet hat, die bis heute ihresgleichen sucht.» Pia Hackenberg spielt im Film Böckls Enkelin. Sie verteidigt das Erbe ihres Großvaters gegen die Privatisierungspläne aus dem Osten. Hilfe bekommt sie dabei von Fritz Endres vom Fischereiverein, von der Stadtkapelle, von der Theatergruppe der WAB Kosbach und einer engagierten Journalistin (Edith Jager).
Alle Beteiligten haben vor der Kamera die Dialoge frei entwickelt.  «Je nachdem, wer Zeit hatte, mit dem haben wir dann gedreht.» Zwei bis fünf Schauspieler waren immer am «Set» ...  Manche haben das Filmteam aber auch spontan unterstützt. «Als wir eine Protestszene auf dem Marktplatz drehten, sorgte eine Gruppe Radler spontan für Applaus, als wir ihn brauchten». Überhaupt hätten alle «hinreißend mitgemacht.» Neben Kemmer, Hackenberg und Endres waren unter anderem Roland Holzfuß, Marek Stefanek und Gerry Schlosser beteiligt. Letzterer spielt den Leiter der Fischereibehörde Fritz Unterle.
... Alle haben geholfen, Filmfehler zu vermeiden. So musste beispielsweise die Uhr am Storchenrathaus mehrmals abgefilmt werden, damit die angezeigte Zeit zu den Dialogen passte. Oder die Gemeinde, die im Film Dekan Kemmer bei seiner Warn-Predigt lauscht: Sie besuchte in der «realen Welt» eigentlich den Erntedankgottesdienst.
Saubere Tücher?
Bei so viel Dreh-Stress gerät natürlich manche Szene auch mal durcheinander. ... Unter anderem geht es dabei um die Frage: Ist die Sache jetzt in sauberen Tüchern, oder doch in trockenen? ...
Claudia Freilinger 29.10.2009