Vereinsinformationen

„Andere Filme anders zeigen“ heißt die allen gemeinsame Zielsetzung, die eine kulturpolitisch unverzichtbare Ergänzung und Alternative zum kommerziellen Kino darstellt.
Wim Wenders hat es mal so formuliert:
„Die Frage ist letzten Endes, ob man überhaupt für kommende Generationen einen Begriff von Kinokultur aufrechterhalten will, der multikulturell, spezifisch und differenziert ist. Wenn man ein Kino will, das den Blick in die Welt und in die Geschichte offen hält, braucht man mehr denn je die Kommunalen Kinos.“
Ein Programmkino kann in Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Bildungs- und Kultureinrichtungen einen unverzichtbaren Bildungsbeitrag leisten. Ein Film endet nicht mit seinem Abspann, hier beginnt erst die Auseinandersetzung mit seinem Inhalt, indem danach die Möglichkeit gegeben werden sollte über das Gesehene, innerlich Erlebte zu sprechen. Hier hat das Kommerzkino eindeutige Defizite: es hat den Anspruch Emotionen jeglicher Art zu wecken, bietet aber fast keine Möglichkeit diese Emotionen zu artikulieren und damit auch zu verarbeiten. Hinzu kommt, daß Kino heute in der Regel einem berauschenden Sinneserleben dient, einer Aneinanderreihung von Kicks und wie beispielsweise James Bond auf Affekte zielt, die Lynchjustiz eine gewisse Legalität verschafft. Diesen anti-demokratischen Tendenzen gilt es entgegenzuwirken. Kommerz darf nicht vor Jugendschutz gehen.
(Quelle: http://www.kino-am-kocher.de/index.php?option=com_content&task=view&id=53&Itemid=74)

„Die Filme die wir in unsere Programme aufnehmen, sollen etwas mit der kulturellen Lebenswirklichkeit in Mitteleuropa zu tun haben, oder Einblicke in andere kulturelle Wirklichkeiten eröffnen. Für uns ist Film ein der Literatur vergleichbares und ebenbürtiges Reflexionsmedium mit dem sich kulturelle und gesellschaftliche Zusammenhänge in persönlicher Auseinandersetzung befragen
lassen.“ So drücken es die Macher des Odeon-Kinos in Köln aus.

„Christsein heisst immer auch, sich für die politischen, wirtschaftlichen , sozialen und kulturellen Grundrechte der Menschen und ihre Würde als Kinder Gottes – und damit für eine humane Gesellschaft – einzusetzen.“

„Die Kirche und die Theologie sind sich bewusst geworden, dass die wachsende Kluft zwischen arm und reich nicht nur eine Folge mehr oder weniger zufälliger ökonomischer und sozialer Umstände darstellt, sondern ein Ausdruck struktureller Sünde, die der Schöpfungsordnung widerspricht, ja letztlich Gotteslästerung ist.“
aus dem Vorwort von Prof. Dr. Josef Sayer, Vorsitzender des Bischöflichen Hilfswerks Misereor e.V., in: Gustavo Gutiérrez, Gerhard Ludwig Müller: An der Seite der Armen. Theologie der Befreiung, ISBN 3-936484-40-6

Verein „Förderung der Filmkultur “ e.V., Häckersteig 9b, 91315 Höchstadt/Aisch

Postadresse: Ulrike und Werner Schramm, Beethovenstr. 8, 91315 Höchstadt/Aisch
Tel 09193-508-6832 (Fax -4034), Email  info@aischtaler-filmtheater.net

Es geht dabei um eine Art kommunales Kino mit kultureller Begegnungsstätte, das ehrenamtlich geführt wird. In diesem Rahmen sollen anspruchsvolle Filme aber auch gehobene Unterhaltung für Jung und Alt geboten werden. Die bewährten Grundwerte (z.B. Hilfsbereitschaft, soziale Verantwortung, Heimatverbundenheit, Menschenwürde) sollen gestützt und ihnen wieder zu mehr Achtung verholfen werden. Aus diesem Verständnis unterstützen wir soziale Einrichtungen, engagieren uns mit unserem mobilen Angebot auch in der Seniorenarbeit.
Der Zweck des Vereines „Förderung der Filmkultur“ e.V. ist die Förderung von Kunst und Kultur, der Bildung und Erziehung (insbesondere der Jugend), des demokratischen Staatswesens sowie der Pflege des Heimatgedankens (vgl. insbesondere Art. 131 Bayerische Landesverfassung). Der Verein ist überparteilich, überkonfessionell und sieht sich dem Anliegen der Völkerverständigung und der Friedenserziehung verpflichtet. Die Höchstädter Friedenserklärung sehen wir in diesem Zusammenhang als bedeutende Grundlage des gemeindlichen Zusammenlebens.
Die Vereinsziele werden vornehmlich durch nichtgewerbliche Filmvorführungen zur filmkulturellen und filmpädagogischen Arbeit unter der Bezeichnung „Aischtaler Filmtheater“ erreicht. Das Hauptanliegen ist die Förderung des Verständnisses von Film- und Zeitgeschichte, die Förderung von Film-, Video- und Bildkunst zur Bewahrung kultureller Überlieferung und örtlicher Kulturpflege auch mit Hilfe des Heimatfilmes. (Der Verein „Förderung der Filmkultur“ ist als gemeinnützig anerkannt und freut sich über Spenden.) Seit geraumer Zeit ist der Verein Mitglied in verschiedenen nicht-gewerblichen Medienverbänden, kann dadurch auch auf deren vielfältiges Filmangebot zurückgreifen und ist beim Bundesverband der Filmverleiher gelistet, wodurch aktuelle Kinofilme entliehen werden können. Wir organisieren auf Wunsch auch weiterhin Sondervorstellungen für Vereine oder andere Einrichtungen. Gerade auch neuere Filmproduktionen fordern durch einen Vergleich beispielsweise mit älteren Verfilmungen und deren Literaturvorlage zu einer Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte und technischen Entwicklungen der Produktion heraus. Unser Technikpark ermöglicht sowohl die Projektion von Kinofilm 35mm, aber auch alle Formate von Schmalfilm bis Blue Ray und gedreht werden kann auf Video und S8-Schmalfilm.
Aus Kindergeburtstagen mit dem Wunsch der Kinder nach einem Kinonachmittag hatte sich das „Junge Kino“ entwickelt. In den Ferien haben wir die Möglichkeit, im Rahmen von „Jugend und Film“ entsprechende Mitmachaktionen zur Erstellung eigener (Video-)Filme aber auch zur Filmbetrachtung anzubieten.
Kino – das ist wie ein Kunstwerk in einem schönen Rahmen gemeinsam zu betrachten. Das steht im Unterschied zum Fernsehen und anderen elektronische Medien, die zunehmend eine Bilderflut liefern, die dem wirklichen Leben und seinen Anforderungen immer weniger entspricht. Zudem wirken auf die Filmkultur vor allem Trends aus den USA ein, die eine Art „Denkmalschutz“ für die tradionelle Filmpräsentation aber auch für die Filme als dokumentierte Kultur bzw. das Filmmaterial selber notwendig macht. Wir wollen hier in Höchstadt keinesfalls zu den fabrikähnlichen (Kino-) Einrichtungen, die heute in diversen Städten in immer größeren Einheiten errichtet werden, in Konkurrenz treten, sondern ein Programm in ansprechender Umgebung mit gemeinsamem Gespräch über das Gesehene pflegen. Von daher wird man bei uns weder Action-, Gewalt- noch sexuell anheizende Filme zu sehen bekommen – Anregungen zur Gestaltung des Programms aus dem Kreise unserer Mitbürger greifen wir gerne auf.
(Hervorhebungen Werner Schramm)

© Verein Förderung der Filmkultur e.V., Höchstadt/A. 2014